Na, kribbelt es euch auch schon in den Fingern, euer Zuhause mal so richtig gründlich zu reinigen, auszusortieren und aufzuräumen? Einmal im Jahr MUSS Frühjahrsputz sein…
Die klassischen Frühjahrsputz-Tätigkeiten lassen sich aber auch herrlich aufs Lesen übertragen, und deshalb gibt es heute für euch den „Frühjahrsputz“ Buchtag. Den habe ich mir ausnahmsweise mal selbst ausgedacht, mit tatkräftiger Unterstützung von ChatGPT.
Das sind die Fragen:
- „Staub wischen“ – Welches Buch liegt schon ewig ungelesen im Regal und braucht dringend Aufmerksamkeit?
- „Fenster putzen“ – Welches Buch hat dir einen ganz neuen Blick auf die Welt gegeben?
- „Kleiderschrank ausmisten“ – Von welchem Buch hast du dich getrennt (oder würdest du dich trennen), obwohl es mal ein Favorit war?
- „Ordnung ins Bücherregal bringen“ – Nach welchem System sortierst du deine Bücher – oder würdest du es gerne tun?
- Frische Luft reinlassen“ – Welches Buch fühlte sich für dich wie ein Neustart oder ein frischer Wind im Lesestapel an?
- „Alte Zettel & Kram entsorgen“ – Welches Buch hast du abgebrochen oder ungelesen aussortiert, weil es einfach nicht mehr zu dir gepasst hat?
- „Etwas reparieren“ – Welches Buch hätte mit ein paar Änderungen (z. B. am Ende oder an Figuren) viel besser sein können?
- „Schubladen aufräumen“ – Welches unterschätzte Buch schlummert noch auf deinem SuB und verdient mehr Aufmerksamkeit?
- „Flusengitter reinigen“ – Welches Buch oder welche Reihe blockiert schon lange deinen Lesefluss (weil du sie ‚erst noch beenden‘ willst) — und würdest du sie jetzt konsequent weiterlesen oder endgültig loslassen?
- „Altes loslassen“ – Gibt es ein Genre oder einen Autor / eine Autorin, von dem/der du dich lesetechnisch verabschiedet hast?
- „Glänzende Oberflächen“ – Welches Buchcover sieht nach deinem Geschmack einfach perfekt ‚aufgeräumt‘ und ästhetisch aus?
- „Neues Ordnungssystem einführen“ – Hast du dir für dein Lesejahr eine neue Routine, Challenge oder Methode vorgenommen?
- „Alles fühlt sich leichter an“ – Welches Buch hat dich emotional entlastet oder dir geholfen, Ballast loszulassen?
Dabei erwähne ich:
„Die Gilde der Schatten“ von Nicole Gozdek
„28 Tage lang“ von David Safier
Mein Ordnungssystem auf den Bücherregalen
Die „Saga“-Reihe von Fiona Staples und Brian K. Vaughan
„Die Landkarte der Zeit/des Himmels“ von Félix J. Palma
Die „Bestimmung“-Reihe von Veronica Roth
„Die Tür“ von Akif Pirinçci
Die „Magisterium“-Reihe von Cassandra Clare und Holly Black
Die „Harry Hole“-Bücher von Jo Nesbø
„Immortal Longings“ aus der „Flesh and False Gods“-Reihe von Chloe Gong.
„Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl
„Die subtile Kunst des darauf Scheißens“ von Mark Manson
Wer auch mitmachen möchte, fühle sich bitte getaggt. Und verratet mir bitte unbedingt eure Lieblings- und Hass-Aufgaben im Haushalt!
Viel Spaß beim Zuhören, eure Ilana
*Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag oder dem Autor/der Autorin zur Verfügung gestellt.
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Hallo Ilana,
ich habe dieses Jahr früh mit dem Frühjahrsputz begonnen. Als der erste richtig warme Tag war, habe ich meine Winterschuhe in den Keller geräumt. Ein paar Tage vorher hatten wir aber noch Schnee und überhaupt hatten wir diesen Winter sehr viel Schnee, für norddeutsche Verhältnisse. Dementsprechend sah mein Schuhschrank jedenfalls aus, also habe ich gleich Frühjahrsputz im Flur gemacht. Ich mache schon einmal im Jahr Grundreinigung in der Wohnung und versuche, da wirklich auch an alles zu denken. Auf dem Schrank wischen, Fußleisten abwischen, jeden Schrank komplett ausräumen usw. Sonst habe ich die Wohnung immer an zwei bis drei Wochenenden komplett durchgezogen, aber diesmal hatte ich mir überlegt jeden Freitag (ich arbeite freitags nicht so lang) ein Zimmer zu machen. Hat auch erst super geklappt, bis ich letzte Woche aus familiären Gründen in die Heimat fahren musste. Da bin ich immer noch, also wird es auch diese Woche nichts und dann ist ja schon Ostern. Da bin ich auch nicht Zuhause. Frühjahrsputz also bislang nur halb erledigt.
So viel zu meiner Putzroutine. Wenn ich den Frühjahrsputz mache, versuche ich auch immer meine Bücherregale komplett auszuräumen und neu einzusortieren. Letztes Jahr hab ich das nicht gemacht, deshalb sieht es katastrophal aus. Da muss ich unbedingt ran. Ich sortiere dabei aber meistens nicht sooo viel aus, weil ich eigentlich direkt nach dem Lesen entscheide, ob ein Buch bleibt oder geht.
Die Fragen gefallen mir sehr gut, daher hier mal meine Antworten dazu:
Staub wischen:
Die dunkle Seite der Liebe von Rafik Schami – Das Buch habe ich während meines Studiums aus einem öffentlichen Bücherschrank mitgenommen. Ich wohne seit 2018 nicht mehr dort, wo ich studiert habe 😀 Das Buch ist einfach so dick, deshalb habe ich mich bisher nicht rangetraut. Und ehrlicherweise ist es wahrscheinlich auch ein bisschen Nostalgie. Falls mir das Buch nicht gefällt, weiß ich nicht, ob ich es aussortieren kann, weil eben Erinnerungen an mein Studium dranhängen.
Fenster putzen:
Mama, bitte lern Deutsch von Tahsim Durgun – Auch wenn in dem Buch nur eine Szene in dem Bereich spielt, in dem ich arbeite, hat mich das ganz schön getroffen. Ich versuche immer freundlich und eine Hilfe zu sein und ich möchte nicht, dass jemand mit Angst zu mir kommen muss. Aber manchmal ist es doch ganz gut, mal einen Blick von der anderen Seite des Schreibtisches zu bekommen.
Deine Antwort finde ich auch sehr nachvollziehbar. Ich möchte 28 Tage lang auch noch gern lesen, aber bei trauriger Lektüre tue ich mich immer schwer.
Kleiderschrank ausmisten:
Ich muss hier ein bisschen nachdenken. Bei mir ist es so, dass ich die Bücher die ich nochmal gelesen habe, an einer Hand abzählen kann. Wenn es danach geht, könnte ich also praktisch jedes gelesene Buch aussortieren 😀 Aber gerade Thriller mag ich gern im Regal, weil ich die noch an meine Mutter oder mal eine Tante weitergebe und ich es einfach schön finde, wenn die Reihen zusammen stehen, selbst wenn ich sie nicht nochmal lese. Aber ich habe letztes Jahr einige Jugendbücher aussortiert, die ich wirklich gern mochte. Ich Jugendbücher nur noch zu besonderen Themen, daher bereitet mit der Anblick im Regal auch nicht mehr so viel Freude.
Ordnung ins Bücherregal bringen:
Moment nach Genre und Platz 😀 Mein Regal sieht wie gesagt katastrophal aus, daher habe ich nur noch eine ganz grobe Sortierung. Klassisch wie in einer Bibliothek: Nach Genre und dann nach Autor:in. Ich habe auf dem Kanal von Himbeere liest gesehen, dass sie ihre Krimis und Thriller nach Ländern sortiert hat. Das finde ich mega cool und hab überlegt das auch zu machen. Aber (und das stört mich auch am Regenbogenregal): Man kann da nicht alle Bücher eindeutig zuordnen. Beispielsweise Andreas Gruber: Die Reihe um Sneijder und Nemez spielt in Deutschland und Österreich, ein Band sogar in Norwegen. Wie sortiert man die? Reißt man die Reihe auseinander? Aber was wenn die Geschichte wie bei der Grenzfall Reihe von Anna Schneider in Deutschland und Österreich spielen, was ja der Sinn der Reihe ist? Fragen über Fragen. Ich glaube, da kommen wieder die Buchhalterin Gene meiner Mutter durch: Ich brauche Ordnung, also bleibt es bei Genre und alphabetisch 😀
Frische Luft reinlassen:
Letzter Tanz von Jeffery Deaver – Das war einer der ersten Thriller für Erwachsene den ich gelesen habe. Davor habe ich nur Jugendbücher wie TKKG, Knickerbockerbande usw. gelesen. Seitdem bin ich nie wieder von Thrillern losgekommen.
Alte Zettel und Kram entsorgen:
Abgebrochen habe ich in diesem Jahr zwei Bücher: Martyrium von Jonathan Hayes – Das Buch würde auch zum Kleiderschrank ausmisten passen. Ich hab das für die Jahreschallenge im Lesegarten nochmal gelesen oder lesen wollen, aber ich hab gleich auf den ersten Seiten gemerkt, dass der Protagonist nicht mehr meins ist.
Außerdem das dreizehnte Kapitel von Martin Walser – Das Buch habe ich aus der Bibliothek geliehen, also musste ich es eh zurückgeben. Es war thematisch dann doch einfach nicht meins.
Deine Antwort, die Landkarte der Zeit, habe ich vor sehr vielen Jahren mal gelesen. Ich fand es mittelmäßig, aber ich kann mich ehrlich gesagt nich mehr erinnern, was mein Problem war. Ich glaube, es war mir zu langatmig, weil der Plot eigentlich ganz interessant war. Aber ich bin mir nicht sicher.
Etwas reparieren:
Hier muss ich passen. Da fällt mir nichts ein.
Schubladen aufräumen:
Aufzeichnungen eines Serienmörders von Kim Young-Ha. Von dem Buch verspreche ich mich sehr viel. Könnte allerdings auch schief gehen, da der Erzähler sehr unzuverlässig sein soll, was ich gar nicht mag 😀
Flusengitter reinigen:
Ich hab so viele angefangene Reihen, wenn ich die alle beenden wollen würde, würde ich nichts anderes mehr lesen. Als erstes denke ich hier an den Donnerstagsmordclub. Ich find die Idee super und ich möchte auch gern wissen, wie es mit den Figuren weitergeht. Aber nach dem ersten Band fand ich alle weiteren Teile nur so mittel.
Magisterium habe ich komplett gelesen, aber zum Glück alle Teile hintereinander. Klar, im ersten Teil sind sehr viele Parallelen zu Harry Potter. Das verliert sich aber später. Ich mochte die Reihe ganz gern, aber wenn dir der erste Teil schon nicht zugesagt hat, dann lies nicht weiter.
Altes loslassen:
J. K. Rowling. Ich hatte eigentlich immer Interesse an der Robert Galbraith Reihe, die hast du ja auch gut besprochen, wenn ich mich richtig erinnere. Aber aus bekannten Gründen möchte ich die Autorin nicht mehr unterstützen, daher wird das nichts.
Glänzende Oberflächen:
Auch hier fällt mir gerade nichts passendes ein.
Neues Ordnungssystem einführen:
Organisatorisch habe ich an meinem Lesejahr auch nichts geändert. Ansonsten ist es wie bei dir: Neue 26 für 2026, neue Jahreschallenge im Lesegarten…
Alles fühlt sich leichter an:
Auch hier bin ich bei dir. Ich lese zwar gern Sachbücher, aber zu anderen Themen. Ratgeber lese ich wenig, Ich habe aber welche auf meinen 26 für 2026. Allen voran „Und was, wenn alle merken, dass ich gar nichts kann“ – ich hab mich noch nicht intensiv damit befasst, aber was man hier und da über das Impostor-Syndrom hört klingt verdächtig nach mir.
Das war ein toller TAG. Hat Spaß gemacht ihn zu hören und zu beantworten.
Liebe Grüße
Julia